Für mehr Bewegung ist es nie zu spät. Wer sich bisher nicht zum Sport aufraffen konnte, kann durchaus in der Schwangerschaft damit beginnen – auch ganz langsam.
«Für bisher inaktive Frauen ist vielleicht ein Anreiz, dass sich die Bewegung für ihr Kind lohnt», sagt Marion Sulprizio von der Deutschen Sporthochschule Köln. So zeigen Studien, dass Sport zu einer besseren Durchblutung der Plazenta beiträgt. Und einmal losgelegt, stellen werdende Mütter vielleicht auch fest, dass sich der wachsende Babybauch besser tragen lässt, wenn sie den Rückenmuskeln etwas Aufmerksamkeit und Training geschenkt haben.
Die Kraft der Gruppe nutzen
Für den Sport-Einstieg als Schwangere eignen sich sanfte Sportarten am besten. Beispiele sind Schwimmen, Yoga oder Gymnastik. Zusätzliche Motivation kann es bringen, sich mit einer oder mehreren anderen Schwangeren zu treffen und gemeinsam Sport zu machen. Oder in speziellen Schwangerschaftskursen gleich in der Gruppe loszulegen. Gut möglich, dass nebenbei die eine oder andere Freundschaft entsteht.
Ein Sportstart in der Schwangerschaft ist eine Investition in die Zukunft: Haben sich in den neun Monaten der Schwangerschaft Routinen entwickelt, fällt es leichter, diese auch nach der Geburt beizubehalten. Entscheidend sei letztlich, so Psychologin Sulprizio, den richtigen Sport für sich zu finden, denn «die Motivation behalte ich nur, wenn ich Freude daran habe.»



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