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Zahnfleischbluten? Früh handeln schützt den ganzen Körper


Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Es ist keine Kleinigkeit, weil es sich zur großen Sache auswachsen kann: gerötetes oder blutendes Zahnfleisch sollte man ernst nehmen. Eine Zahnfleischentzündung kann ganz ausheilen, wenn sie rechtzeitig von Arzt oder Ärztin behandelt wird. Ohne Therapie wird aus dieser Vorstufe dagegen oft eine Parodontitis.

Ganzer Körper betroffen

Diese Erkrankung, bei der der ganze Zahnhalteapparat chronisch entzündet ist, lässt sich dann nur noch lindern oder verlangsamen, heißt es von der Initiative ProDente. Hinzu kommt: Parodontitis betrifft nicht nur den Mundraum, sondern den ganzen Körper.

So verstärkt sie andere Erkrankungen, steht zum Beispiel in Wechselwirkung mit Diabetes. Beide Krankheiten beeinflussen und verschlimmern sich gegenseitig. Parodontitis-Patienten haben auch öfter Herzinfarkte und Schlaganfälle, und die Bakterien können in die Lunge gelangen und Infektionen auslösen. Auch mit manchen Krebsarten könnte Parodontitis zu tun haben.

Weil es zwischen Mund- und Allgemeingesundheit viele Zusammenhänge gibt, rät Sonja Derman, Oberärztin und Leiterin des Funktionsbereichs Parodontologie an der Universitätsklinik Köln, sogar: «Bei unklaren Beschwerden, für die sich medizinisch keine Ursachen finden lassen, sollte man immer auch die Mundgesundheit prüfen.»

Regelmäßige Kontrollen

Für Patientinnen und Patienten sind gründliche Mundhygiene und regelmäßige Kontrolle die beste Vorsorge gegen Parodontitis. Wer außerdem bei Beschwerden direkt zum Arzt geht, erhöht die Chancen, dass früh behandelt und so Schlimmeres verhindert werden kann.


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(17.04.2026)


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